Stichwort Doping

31.01.2011 
Redaktion
 

Ludwigsburg/Berlin. Doping im Freizeit- und Breitensport ist einem Bericht des Robert-Koch-Institutes (RKI) zufolge in Europa seit 20 Jahren ein Problem, dass von Wissenschaft und Politik beobachtet wird. Auslöser seien Untersuchungen bei Highschool-Schülern in den USA und Kanada gewesen, die den Missbrauch von Anabolika und anderen Dopingsubstanzen belegten.

In Deutschland wurden laut RKI bislang vier wissenschaftliche Studien durchgeführt, die die Häufigkeit von Doping im Freizeit- und Breitensport ermitteln sollten. Dazu wurde sowohl Stichproben der Gesamtbevölkerung wie auch von bestimmten Zielgruppen, wie Jugendliche, Fitnessstudio-Kunden und Bodybuilder befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass über zwei Drittel der jüngeren Bevölkerung in Deutschland vermutet, dass Doping im Breitensport ein Problem darstellt, so das RKI.

Bei einer in verschiedenen deutschen Städten durchgeführten Befragung von erfahrenen Fitnessstudio-Besuchern, der sogenannten Multicenter-Studie, gaben 19 Prozent der Teilnehmer Medikamentenmissbrauch zu. Bei den Männern waren es 22 Prozent. Bei den Frauen acht. Es sind vor allem die jungen Erwachsenen zwischen 20 und 25 Jahren sowie die Über-30-Jährigen, die für Doping anfällig sind.

Für die überwältigende Mehrheit der Freizeit-Doper ist der Aufbau von Muskelmasse das vorrangige Trainingsziel und damit Motivation für den Medikamentenkonsum. Entsprechend spielen Anabolika in diesem Bereich die mit Abstand größte Rolle, wie die Befragungen ergaben. Andere Substanzen, so das RKI,  träten dagegen in den Hintergrund und würden häufig nur eingesetzt, um unerwünschte Nebenwirkungen der anabolen Steroide, wie Wassereinlagerungen im Gewebe, zu verhindern.

Es sind aber nicht allein die Fitnesstudios, in denen es zu Arzneimittelmissbrauch in größerem Stil durch Freizeit- und Breitensportler kommt. In der Schweiz wurden dem RKI zufolge Untersuchungen bei einer großen Anzahl von Teilnehmern bei  Marathonläufen durchgeführt. Klassische Dopingsubstanzen wurden dabei zwar bloß in einem Fall entdeckt, aber viele Läufer hatten sich mit Schmerzmitteln, Asthmamittel n oder Rheumapflastern präpariert.


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