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Musizieren für Menschen, die im Schatten stehen

Staatsanzeiger: Ausgabe 32/2016
Von: Kampe, Tanja 

Projekt 13: Schwäbisch Gmünd Kategorie 3

Die unerschütterliche Begeisterung fürs Musikmachen ist das Lebenselixier der Swany Feet Warmers. Seit 45 Jahren gilt die stillschweigende Übereinkunft, sich mit dieser Leidenschaft keine goldene Nase zu verdienen. Über 250 000 Euro haben die Dixie-Jazzer aus Schwäbisch Gmünd in dieser Zeit an Spendengeldern eingespielt. SCHWÄBISCH GMÜND. Die sieben Musiker sind aus dem kulturellen Leben der Stadt Schwäbisch Gmünd kaum wegzudenken. Kein Wunder, schließlich kennt sich die Truppe rund um Fred Eberle (Klarinette, Gesang) und Andreas Kollmann (Schlagzeug, Gesang) schon aus Schul- und Studienzeiten und jazzt mittlerweile seit 45 Jahren über die Bühnen der Ostalb.
Hauptsache, der Funke springt aufs Publikum über
„Wir sagen übrigens ‚Jats’, nicht ‚Dschäss’. Das kommt unserer volkstümlichen Art beim Musikzieren näher,“ betont Fred Eberle und erklärt mit einem Augenzwinkern: „Nach Noten spielen wir gar nicht mehr. Mittlerweile haben wir uns ein zeitloses Repertoire erarbeitet, das sich nur wenig verändert. Der Trompeter führt die Melodie, die anderen Instrumente liegen drüber oder drunter und wenn ein Ton mal ein bisschen danebengeht – egal. Hauptsache, der Funke springt aufs Publikum über.“
Gagen für Flutopfer in Namibia und Schwäbisch Gmünd gespendet
Das gelingt den Swany Feet Warmers immer – und nicht nur in Schwäbisch Gmünd. Auftritte in Köln, Stuttgart, Hinterzarten, Gmünd in Kärnten und mehrere Isar-Floßfahrten mit Klavier reihen sich in die Bandgeschichte. Und immer geht der Erlös an Menschen oder Institutionen, die unbürokratische Unterstützung nötig haben. „Wir verdienen unseren Lebensunterhalt mit ganz normalen Berufen. Die Musik ist eine Leidenschaft, die anderen zu Gute kommt.“ Rund 25 Auftritte absolvieren die Swany Feet Warmers im Jahr. Ob Unterstützung der Welthungerhilfe, die Renovierung des Augustiner-Gemeindehauses, ein Klavier für das Alten- und Pflegeheim Melanchtonhaus, Flutopfer auf Sri Lanka, ein Schulhausbau in Namibia oder Spielzeug für Gmünder Kindergärten, die Liste der Spenden ist lang. „Wenn wir eine Idee gut finden, unterstützen wir sie gerne.“ Selbstverständlich weiß jeder in Schwäbisch Gmünd um das soziale Engagement der Band und so besteht auch der Kontakt zur Bürgerstiftung Schwäbisch Gmünd schon lange. Die Stiftung engagiert sich für Projekte der Jugendarbeit, die Förderung von Kultur und Denkmalpflege sowie Initiativen, die Bildung und soziales Leben in der Stadt anregen. Die Bürgerstiftung will Impulse geben, wenn soziale Missstände gelindert und Randgruppen geholfen werden soll. „Nach dem Jahrhunderthochwasser in Schwäbisch Gmünd stand für uns außer Frage, dass der Erlös aus unserem 45-jährigen Swany-Jubiläum an die Bürgerstiftung fließt“, bekräftigt Fred Eberle. „Auf diesem Weg kommen die Spenden denen zugute, die schnell und unbürokratisch Hilfe benötigen.“ Die Band besteht aus der klassischen New Orleans Besetzung mit drei Blasinstrumenten (Trompete, Klarinette, Posaune) und vier Harmonie- und Rhythmusinstrumenten (Klavier, Banjo, Bass, Schlagzeug). Meist spielt die Stammbesetzung, „aber wir haben eine größere Auswechselbank als Bayern München“, schmunzelt Schlagzeuger Kollmann und verweist auf befreundete Musiker, die bei einem Engpass gerne aushelfen. Die Swany Feet Warmers schlagen eine Brücke zwischen New Orleans und Ostalb, zwischen Bourbon Street und Schmiedgasse, heißt es auf der Homepage: „Wir sind und bleiben Amateure. Jeder Abend verläuft anders, jeder Titel klingt anders. Wir spielen zünftig schwäbisch gefärbten Jazz, das ist Dixie-Musik im Swany-Stil.“

Übersicht der Leuchttürme der Bürgerbeteiligung
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