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Arbeitsmarkt erholt sich weiter

05.01.2011 
Redaktion
 
Arbeitsmarktzahlen
Foto: Bundesagentur für Arbeit

Foto: Bundesagentur für Arbeit

Stuttgart. Nicht einmal der harte Winter kann der Erholung auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg etwas anhaben. Dank der guten Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit selbst im Dezember kaum gestiegen, obwohl dies in der kalten Jahreszeit sonst üblich ist. „Das Land lässt die Krise schneller zurück als erwartet und steht nun vor der Herausforderung, Fachkräfte zu sichern“, sagte die Chefin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Eva Strobel, am Dienstag in Stuttgart.

Die Zahl der Arbeitslosen legte im Dezember nur leicht auf 241 605 zu. Damit waren 544 mehr Menschen arbeitslos als noch im November 2010. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 4,3 Prozent. Damit ist Baden-Württemberg hinter Bayern erneut das Bundesland mit den besten Werten.  

Im vergangenen Jahr hatten im Schnitt 273 151 Menschen keinen Job, das waren 11 704 weniger als 2009. Die Quote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent. Dank Kurzarbeit und flexiblen Arbeitszeiten sei in den Betrieben während der Krise Beschäftigung gesichert worden, sagte Strobel. „Die Unternehmen konnten zügig auf die anziehende Konjunktur umschalten.“

„Wir sind zuversichtlich, dass uns diese Welle auch 2011 weiterträgt“, erklärten Ministerpräsident Stefan Mappus und Arbeitsministerin Monika Stolz (beide CDU) in Stuttgart. Dies sei aber kein Grund, zur Tagesordnung überzugehen. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sei kein Selbstläufer.Die Experten von der Arbeitsagentur rechnen 2011 mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit im Land. Die Zahl der Menschen ohne Job werde aber im laufenden Jahr voraussichtlich um 20 000 Menschen sinken. „Allerdings bleiben globale Konjunktur- und Währungsrisiken bestehen.“

Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) teilte mit, angesichts des drohenden Fachkräftemangels seien „flexible und produktivitätsorientierte Lohnerhöhungen in wirtschaftlich gut aufgestellten Branchen» vorstellbar. Er forderte aber auch künftig maßvolle Tarifabschlüsse. «Ein zu starker Anstieg der Löhne in der Breite würde die nachhaltige Erholung des Arbeitsmarkts aufs Spiel setzen.“ 

Gewinner des Aufschwungs sind vor allem junge Menschen. Baden- Württemberg sei das Bundesland mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit, sagte Strobel. Im Dezember sank die Quote zum fünften Mal in Folge und erreichte mit 2,7 Prozent den niedrigsten Wert seit Juni 2008. Insgesamt waren 18 401 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos, 417 weniger als im Vormonat.

Klare Verlierer sind dagegen immer mehr die Älteren. In der Altersgruppe über 50 waren im Dezember 79 207 Menschen ohne Job, 493 mehr als im November. Im Jahresdurchschnitt 2010 waren 81 961 ältere Menschen arbeitslos. Das ist ein sattes Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum Krisenjahr 2009.

Insgesamt steigt im Land die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter - Ende Oktober waren es 3,95 Millionen und damit 64 194 mehr als ein Jahr zuvor. In vielen Branchen wurde wieder Beschäftigung aufgebaut — im Verarbeitenden Gewerbe, in der Autobranche, im Baugewerbe und vor allem bei der Zeitarbeit. Derzeit sind in Baden-Württemberg 61 334 Stellen offen, der überwiegende Teil davon ist ab sofort zu besetzen.


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