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Kretschmann schließt Impfpflicht nicht aus

03.08.2021 
Redaktion
 
Foto: dpa/ dpa-Zebtralbild/ Jens Kalaene

Foto: dpa/ dpa-Zentralbild/ Jens Kalaene

STUTTGART. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) schließt eine Impfpflicht nicht mehr aus. Man plane keine Impfpflicht, sagt er, jedoch für gefährliche Virusvarianten könne man diese nicht ausschließen.

Vollständig Geimpfte sollten ab September alle Rechte wieder zurückbekommen. Diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollten, müssten damit rechnen, dass der Zugang zu Veranstaltungen oder Institutionen erschwert wird und dass sie sich an den Kosten von Testungen beteiligen müssen. Impfen sei eine „Bürgerpflicht“, so Kretschmann. Ähnlich äußerte sich Sozialminister Manfred Lucha (Grüne). Im Bildungs- und Gesundheitswesen sei die Impfquote besonders wichtig, deshalb „kann eine berufsgruppenspezifische Impfpflicht diskutiert werden“.

Die Lehrerverbände lehnen eine Impfpflicht einheitlich ab. Auch die Schweizer Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle, die der Stiftung Dialog Ethik in Zürich vorsteht, sieht eine Impfflicht kritisch. In einer derart unsicheren Situation eine Impfpflicht zu fordern, sei sehr heikel. „Die Teilnahme an medizinischer Forschung bedingt Freiwilligkeit“, sagt sie und verweist darauf, dass die Phase-3-Studie von Biontech erst 2022 abgeschlossen werde.

Das ehemalige Mitglied der Ständigen Impfkommission, Siegwart Bigl, plädiert dagegen für eine Corona-Impfpflicht für Erwachsene. Die Impfpflicht solle für alle im engen Kontakt mit schutzbedürftigen Menschen gelten.

 

Petra Krebs, Abgeordnete der Grünen-Landtagsfraktion meint dazu:

"Eine allgemeine Corona-Impfpflicht kann nur bundeseinheitlich geregelt werden. Derzeit gibt es dazu keine politische Initiative. Dennoch ist es wichtig, dass sich die Menschen impfen lassen – gerade diejenigen, die beruflich und im Alltag mit besonders vulnerablen Personen zu tun haben. Wir setzen darauf, dass die Menschen freiwillig mit einer Impfung sich selbst und andere schützen. Die Info-Kampagne #dranbleibenBW wirkt durch Aufklärung, gezielte Ansprache und einfach zugängliche Impfangebote."

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