Unterrichtsdefizit an Berufsschulen abgebaut

25.11.2015 
Von: Wolf Günthner
 
Redaktion
 

Stuttgart. Das Unterrichtsdefizit an den beruflichen Schulen in Baden-Württemberg sei stark zurückgegangen. „Wir haben deutliche Fortschritte erreicht und das Defizit auf 2,2 bis 2,3 reduziert“, sagte Kultusminister Andreas Stoch (SPD) am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Landtag. Zu CDU-/FDP-Regierungszeiten habe dies noch bei 7 bis 8 Prozent gelegen. Auch im laufenden Schuljahr seien wieder mehr Lehrkräfte eingestellt worden: 950 Pensionären stünden 1357 neue Lehrer gegenüber.  

Stoch sehe weiterhin ein „Spannungsverhältnis“ zwischen den Vollzeit- und Teilzeitangeboten im beruflichen Schulwesen. Während an den Teilzeitschulen die Schülerzahlen sänken, würden sie an den Vollzeitschulen steigen. Dabei haben aus Sicht des Kultusministers viele Schüler im Vollzeitbereich Probleme und wären mit einer Lehre im erfolgreichen dualen System besser aufgehoben. 57 Prozent der Menschen hätten inzwischen eine Hochschulqualifikation zum Studieren. Andererseits sei eine realistische Selbsteinschätzung der beruflichen Zukunft notwendig, so Stoch. Akademische und berufliche Ausbildung würden zwar konkurrieren, dürften aber nicht gegeneinander ausgespielt werden.


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