Hermann verteidigt Kürzungen im Nahverkehr am Bahnhof Amstetten

10.11.2016 
Von: Franziska Türk
 
Redaktion
 

Stuttgart. Nach dem Zielkonzept 2025 für den Schienenpersonennahverkehr sollen Züge in Baden-Württemberg nach einheitlichen Kriterien fahren. Ausschlaggebend, wie häufig Züge einen Bahnhof anfahren, sei demnach die Anzahl der Fahrgäste, so Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in der Fragestunde des Landtags am Donnerstag. Martin Rivoir (SPD) hatte angefragt, warum eine für Schüler relevante Bahn am Bahnhof Amstetten gestrichen wurde.

„Mit dem neuen Angebotssystem fahren deutlich mehr Züge“, so Hermann. Zudem würden die Schienenfahrzeiten seit Jahren mit dem Schulbeginn abgestimmt. „Es ist ärgerlich, dass wir insgesamt alles besser machen, aber wenn ein Zug anders fährt gibt es Geschrei.“ Die Schüler könnten nun statt der Regionalbahn um 7.01 Uhr einen Zug nehmen, der Amstetten 13 Minuten früher anfährt. „Amstetten ist ein kleiner Haltepunkt“, erklärte Hermann. „Wenn ein schneller Zug überall hält, ist es kein schneller Zug mehr.“ Man habe sich dafür entschieden, Bahnen grundsätzlich im Stundentakt verkehren zu lassen, bei mehr als 5000 Fahrgästen halbstündig.

 


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